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Erklärungen
    E 
Konsonanten

Birne, Distel, Faden, Gold, Heft, Jammer, Kiste, Lob, Mund, Nebel, Enkel, Puppe, Rabe, Skipper, Tor, Vene

K 1Die Buchstabenfolgen ph, rh und th in Lehnwörtern werden durch die Buchstaben f, r und t ersetzt.
Fosfor (Phosphor), Reuma (Rheuma), Teke (Theke)
K 2Buchstaben in Lehnwörtern, die in deren Ursprungssprache hinzugefügt werden, um die Aussprache eines anderen Buchstabens zu kennzeichnen, fallen in der deutcen Schreibung fort.
Getto (Ghetto), Gerilja (Guerilla)

K 3Wenn nicht der Grundsatz der Stammkonstanz dagegen steht, wird der [k]-Laut stets mit dem Buchstaben k geschrieben.Keks, Tag, Qualm, Axt, Bock, Fuchs
Keks, Tag, Kvalm, Akst, Bokk, Fuks

K 4Die Abbildung für den [f]-Laut ist durch Faden festgelegt.Fater (Vater), ferlassen (verlassen), for (vor)
K 5Die Abbildung für den [w]-Laut ist durch Vene festgelegt.Vasser (Wasser), fervirren (verwirren), naiver
K 6Der Buchstabe n ist die Abbildung sowohl für den einfachen [n]-Laut als auch für den velaren Nasallaut [ŋ].
Nebel, Tonne, Fernglas, unklar // Enkel, Engel, Bank, Ring, Bonbon, Mangnet (Magnet)
K 7Der Doppellaut [t][s] wird nicht mehr durch einen Buchstaben dargestellt, sondern seiner Abbildung entsprechend aufgelöst.

Tsveig (Zweig), tantsen (tanzen), Hitse (Hitze), tsu (zu), Lotse, Tsunami, Rätsel, abends
    




















   
















   
Die Buchstabenfolgen th, rh und ph sind im Deutschen völlig überflüssig. Wer meint, dass solche Schreibweisen als gesamteuropäisches Kulturgut durch staatliche Denkmalpflege im Deutschunterricht bewahrt werden müssen, der sollte mal einen Blick über den Zaun nach Italien oder Spanien werfen. Und wenn Foto und Tunfisch erlaubt sind, ist es sinnlos, Fosfor und Teke zu verbieten.

Die Buchstabenfolge gu aus dem Spanischen führt im Deutschen häufiger zu einer falschen als zu der richtigen Aussprache.

Die Entwicklung der Aussprache des Buchstaben c im Lateinischen und die Gründe der alten Römer, für die Lautfolgen [k][v] und [k][s] je einen besonderen Buchstaben zu erfinden, haben mit unserer Sprache nichts zu tun. Deshalb sollte man den Laut [k], der in unserer Sprache völlig unproblematisch ist, ganz unproblematisch immer mit demselben Buchstaben schreiben. Insbesondere auch das doppelte k kann immer wie in Akkord oder Akku mit kk statt mit ck geschrieben werden.

Wenn mittelalterliche Dichter mal fater, mal vater schrieben, machten sie von einer beneidenswerten Freiheit Gebrauch. Es ist das genaue Gegenteil dazu, wenn die Rechtschreibung uns heute vorschreibt, in einer willkürlich festgelegten Auswahl der Worte das [f] mit v zu schreiben. In Deutc wird das [f] immer mit f geschrieben.

Es mag einmal einen Unterschied in der Aussprache zwischen dem lateinischen v und dem germanischen w gegeben haben (vgl. Englisch), im Deutschen gibt es einen solchen Unterschied nicht. Bei der Wahl zwischen v und w als Abbildung für den [w]-Laut ziehe ich das einfachere, ältere und auch in der internationalen Lautschrift so gebrauchte v vor.

Der velare Nasallaut [ŋ] kommt im Deutschen nicht nur in der Lautverbindung [ng] vor, und ebensowenig wird jede Buchstabenfolge ng mit diesem Laut gesprochen. Trotzdem scheint es nicht nötig, einen eigenen Buchstaben für [ŋ] einzuführen, da außer in Lehn- und Fremdwörtern stets ein g oder k folgt, auch wenn dieser Buchstabe am Wortende nicht gesprochen wird.

Von den zwei Buchstaben, die in der Rechtschreibung für Doppellaute stehen, wurde das x schon in K2 ersetzt. Das weit häufigere z muss ebenfalls ersetzt werden, soll der Grundsatz der Lauttreue gewahrt bleiben. Zwischen tz und z in der Rechtschreibung gibt es keinen Unterschied in der Aussprache, sie werden in Deutc also auch gleich geschrieben.



    
Vokale

Tal, Ratte, Rede, Brenner, Atem, Igel, Rinne, Ton, Rolle, Glut, Kuss

Hieraus folgt nach dem Grundsatz der Lauttreue:

V 1Lange und kurze Vokale haben die gleiche Abbildung, auch die langen Vokale werden durch den einfachen Buchstaben abgebildet ohne irgend ein Dehnungszeichen (aber natürlich Kuh wegen Kühe).


Al (Aal), kal (kahl), ler (leer), Mel (Mehl), ir (ihr), vi (wie), Bot (Boot), Or (Ohr), Kule (Kuhle)













   
Das lateinische Alphabet macht im Gegensatz zum griechischen Alphabet, von dem es abgeleitet ist, keinen Unterschied zwischen langen und kurzen Vokalen, obwohl auch im Lateinischen die Vokale verschieden lang sind. Die vielfältigen Bemühungen, trotzdem mit dem lateinischen Alphabet die unterschiedlichen Vokallängen im Deutschen darzustellen, führten in der Rechtschreibung zu dem bekannten Wust an Dehnungsvarianten, von denen keine mit der Lauttreue vereinbar ist. Deshalb wird in Deutc auf die Kennzeichnung langer Vokale grundsätzlich verzichtet. Wenn zwei gleichlautende (homophone) Worte, die in der Rechtschreibung durch Dehnungen unterscheidbar (nicht homograph) sind, nach deren Wegfall auch gleich geschrieben werden, halte ich dies nicht für ein Problem. Wie beim Sprechen wird man auch in der Schrift den Val von der Val, den Viderctand von bis er vider ctand und mer von Mer aus dem Kontext heraus unterscheiden können. Im übrigen gibt es auch in der Rechtschreibung 'Worte mit doppelter Bedeutung'.



    
Umlaute und Diphthonge

Umlaute: gäbe, (Kämme), Röte, Götter, Hüte, Nüsse
Eigenständige Vokale: Gräte, Öl, Löffel, Tür, Büffel
Diphthonge: Glaube, Bein, Beute
Umlaut-Diphthong: (Bäume)

Die Laute [ä], [ö] und [ü] werden sowohl als eigenständige Vokale als auch als Umlaute zu [a], [o] und [u] gebraucht. Für [ö] und [ü] sind keine besonderen Regeln nötig, weder für die Umlaute noch für die eigenständigen Vokale und für den Umlaut [ä/e] und den Umlaut-Diphthong [äu/eu] gilt Regel 3.4.

U 1Der kurze [ä]-Laut ist vom [e] nicht zu unterscheiden; wenn Regel 3.4 nicht gilt, muss das ä der Rechtschreibung daher nach dem Grundsatz der Lauttreue durch e ersetzt werden.Gelender (Geländer), Ctengel (Stängel), Geceft (Geschäft), demmern (dämmern), hengen (hängen)
U 2Der kurze [e]-Laut wird in Deutc nur in den klar bestimmten Fällen der Regel 4 als Umlaut ä geschrieben.

Männer, ärmer, Kälterekord, Anfänger, Täntser (Tänzer), Härte, bärtig, fälclix (fälschlich), cärfen (schärfen)
     Weil das kurze [ä] nicht als eigenständiger Vokal vorkommt, wird das Beispielwort hier immer in Klammern gesetzt. Zwischen dem langen [ä] und dem langen [e] gibt es dagegen einen Unterschied in der sorgfältigen Aussprache.


Bären gegenüber Beren (Beeren), Gräte gegenüber Grete, Käze (Käse), dämlix (dämlich)
U 3Der Vokal y in Worten mit griechischem Stamm wird entsprechend der Lauttreue mit ü, eventuell auch mit i geschrieben.

Hüpotek (Hypothek), Güroskop (Gyroskop), Ägipten (Ägypten)
Ob es Ägüpten, Ägipten oder Egipten heißt, mag der Schreibende entscheiden; hier geht es nicht um Regeln für die Aussprache; meine persönliche Wahl wäre Ägipten. Unklar wird die Bedeutung eines solchen Wortes durch verschiedene Schreibungen genau so wenig wie durch Unterschiede in der Aussprache.

U 4Die Schreibung mit äu ist in Deutc nur nach Regel 3.4 erlaubt und geboten.er läuft wegen laufen, aber reuspern (räuspern), Kneuel (Knäuel)
U 5Da der Diphthong [ai] in der Rechtschreibung überwiegend als ei geschrieben wird, soll er diese Abbildung behalten, obwohl nach der Lauttreue ai die bessere Alternative wäre.


Freiheit, Keizer (Kaiser), Meis (Mais)
    Die übrigen Diphthonge entnimmt man den Beispielwörtern.



    
Neue Abbildungen






















   
Für die einfachen Laute [ç], [χ] und [ʃ], die in der Rechtschreibung nicht durch einen Buchstaben, sondern durch die Buchstabenfolgen ch oder sch dargestellt werden, müssen nach dem Grundsatz der Lauttreue neue Abbildungen eingeführt werden. Diese Einführung soll sich an anderen Sprachen oder an der internationalen Lautschrift orientieren, soweit diese einfache lateinische Buchstaben verwenden.

In der Rechtschreibung stellt die Folge ch zwei verschiedene Laute dar, [ç] wie in Licht und [χ] wie in Bach. Es ist auch nicht nötig, diese Laute in der Schreibung zu unterscheiden, weil sie nur in verschiedenen lautlichen Umgebungen vorkommen, deshalb nicht vertauschbar sind und so nicht zu unterschiedlichen Wortbedeutungen führen können.

N 1   Als Abbildung für die Laute [ç] und [χ] schlage ich den Buchstaben x vor.

In keiner mit dem lateinischen Alphabet geschriebenen Sprache gibt es einen einfachen Buchstaben für den Laut [ʃ], der in der Rechtschreibung sch geschrieben wird. Von den noch nicht vergebenen Buchstaben scheint c der nächstliegende. Der verwandte stimmhafte Laut [ʒ] wie in Genie kommt nur in Fremdworten vor und wird mit Buchstaben geschrieben, die schon als Abbildungen vergeben sind. Wie in N1 sollen auch [ʃ] und [ʒ] als verwandte Laute die gleiche Abbildung erhalten.

N 2   Als Abbildung für die Laute [ʃ] und [ʒ] schlage ich den Buchstaben c vor.












Maxt (Macht), laxxen (lachen), rauxen (rauchen), ext (echt), hexxeln (hecheln), leixt (leicht), heuxeln (heucheln), ix (ich), dox (doch), Loxx (Loch), röxxeln (röcheln), Bux (Buch), Veibxen (Weibchen)


cade (schade), Cerben (Scherben), cilen (schielen), con (schon), Cuh (Schuh), clafen (schlafen), cmal (schmal), Cne (Schnee), Cpargel (Spargel), crekklix (schrecklich), ctur (stur), Cvein (Schwein), Garace (Garage), congliren (jonglieren), Dcungel (Dschungel), Menc (Mensch), morc (morsch), Flacce (Flasche), miccen (mischen), Tucce (Tusche), aber erstens, Ostern, Aspik, Espenlaub
    
Die s-Laute

Die Rechtschreibung macht keinen Unterschied zwischen dem stimmlosen [s] und dem stimmhaften [z]. Statt dessen braucht sie für das stimmlose [s] zwei Buchstaben, s und ß, um zur Beibehaltung der Stammkonsonanten das einfache (scharfe) vom doppelten [s] zu unterscheiden. Diese Regelung steht isoliert neben den entsprechenden Regelungen für die Lautgruppen (Phoneme) [b]/[p], [d]/[t] und [g]/[k], macht von einem im lateinischen Alphabet unbekannten Zeichen Gebrauch und steht im Widerspruch zum Grundsatz der Lauttreue. Außerdem hat die fehlende Unterscheidung zwischen [s] und [z] zur Folge, dass in jeder Diskussion zu einer anstehenden Rechtschreibreform die [s]-Laute neu behandelt werden müssen.

Meistens wird in Sprachen, die mit dem lateinischen Alphabet geschrieben werden, der Buchstabe s als stimmloses [s] und z als stimmhaftes [z] gesprochen. Die Abbildung des stimmlosen [s] ist oben schon durch Skipper festgelegt.











NL: Zwolle, F: Beziers, E: Zaragoza, NZ: New Zealand,
HR: Zagreb, PL: Zakopane, TC: Plzen, TR: Özil,
GR: Ζάκυνθος
S 1Als Abbildung des stimmhaften [z]-Lautes schlage ich den Buchstaben z vor. Zonne (Sonne), Roze (Rose)
S 2Während in der Rechtschreibung für die Buchstaben s und ß spezielle Regelungen nötig sind, wird jetzt die Stammkonstanz von Wörtern, deren Stamm auf einen [s]-Laut endet, in völliger Analogie zu den Lautgruppen (Phonemen) b/p, d/t und g/k hergeleitet.razen - er razt (rasen - er rast), heisen - er heist (heißen - er heißt), essen - er isst, Hauz - Häuzer (Haus - Häuser), Mas - Mase (Maß - Maße), Fass - Fässer, gros - gröser (groß - größer), blass - blasser
S 3Für die Ausnahmeregelung der Rechtschreibung, nach der das s einer Endung entfällt, wenn diese Endung an den [s]-Laut eines Stamms angehängt wird, gibt es hier keinen Grund. Entstehen so aber drei s in Folge, wird ein s nach Regel 5.4 gestrichen.
reizen - du reizst (reisen - du reist), reisen - du reisst (reißen - du reißt), gros - grösster (groß - größter), aber hassen, du hasst
     A

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