Home






Fon El bis Allah




For mer als Tsveitauzend Jaren

Di urcprünglixxe 'Veltancauung' der Mencen var der Glaube, di gezamte Natur zei belebt. Daraus entctanden di unterciedlixxen regionalen unt etnicen Göttervelten, deren älteste Tseugnisse vir aus der Arxäologi Mezopotamiens unt Ägüptens kennen. Riten unt Opfer in bectimmten Kultctätten zollten di Götter den Mencen geneigt maxxen unt zi for climmen Ereignissen cütsen.

Der älteste Monoteismus geht auf Zarathustra (Zoroaster) tsurük, der varceinlix for mer als dreieinhalb Tauzend Jaren imm Osten des iranishen Hoxlandes zeine Lere inn der frühen indoaricen Cpraxe Avesta formulirte. Als Cöpfer der Velt unt eintsiger Gott gilt Ahura Mazda, dem di Mencen aber keine Tempel bauten unt keine Opfer braxten, veil zein Virken für nixt beeinflussbar gehalten vurde. Di Lere Zarathustras blib tsvar imm veztlixxen auf das iranice Hoxland becränkt, hat aber Babülonier, Zemiten unt Grixen beeinflusst.

Inn Ugarit vurden Keilcrifttafeln mit zemitischen Teksten aus der Tseit um -1400 gefunden, inn denen eine Gottheit El (אל) als höxster Gott, als "Cöpfer der Cöpfung" unt "Fater der Mencheit" betseixnet vird. Inn filen frühen zemiticen Cpraxen ist El aux di allgemeine Betseixnung für einen Gott, meist mit Tsuzätsen vi 'Gott Abrahams', 'Gott Eurer Fäter' usw.

Etvas cpäter ferzuxte Farao Echnaton (um -1340) di filfältige Göttervelt Ägüptens durx einen Monoteismus tsu erzetsen. Er erhob di Zonne als Kvelle allen Lebens tsur höxsten unt möglixst eintsigen Gottheit Aton. Cpätere Faraonen kerten tsvar vider tsurük tsu den alten Göttern Ägüptens unt tserctörten zo veit vi möglix alle Incriften aus der Tseit Echnatons, aber di Konstruktsion eines obersten Gottes als Kvell allen Lebens blib tsveifelloz imm Gedäxtnis der Menschen.

Etva Anfang des 13. Jahrhunderts f. Chr. musste der Ägüpter Moses flihen, veil er einen Mann getötet hatte. Inn der Vüste hörte Moses di Ctimme einer Perzon, di erklärte, zi zei der Gott Abrahams, Isaaks unt Jakobs unt ir Name zei JHWH (יהדה). Moses zolle tsu den Naxkommen fon Jakob, genannt Israel, gehen unt ihnen zagen, JHWH, der Gott irer Fäter verde zi nax Kanaan füren. Imm Jare -1208 vird auf einer Stele des Merenptah fon einem Zig der Ägypter über ein Folk Israel inn Kanaan berixtet.

JHWH fordert fon zeinem Folk: "Du zollst neben mir keine anderen Götter haben!" Er vill der eintsige Gott Israels zein, di Eksistents anderer Götter vird aber nixt bectritten.



Tsur Tseit der Antike

Der römic-jüdice Gecichtscreiber Flavius Josephus crib imm 9.Jahrzent n. Chr.:
"... dass tsu der Tseit ein Mann Jecua einen guten Lebensvandel aufvis unt als tugendhaft bekannt var unt file Leute fon den Juden unt fon anderen Fölkern als Jünger hatte. Pilatus hatte in tsur Kreutsigung unt tsum Tode ferurteilt, aber dijenigen, di zeine Jünger gevorden varen, gaben zeine Lere nixt auf unt ertsälten, dass er inen drei Tage nax der Kreutsigung ercinen zei unt lebe unt daher filleixt der Messias zei, inn Betsug auf den di Profeten Vunderbares gezagt haben."

Zo änlix lautete der urcprünglixxe Tekst des nixtkristlixxen Flavius Josephus, der cpäter beim Kopiren mit kristlixxen Tsuzätsen ferfälct vurde. Der Tekst belegt, dass Jezus gelebt hat unt hingerixtet vurde tsur Tseit, als Pontius Pilatus inn Judäa Ctatthalter des Keizers Tiberius var (+26 bis +36). Alle anderen Berixte über das Leben Jezu ctammen fon zeinen Jüngern. For zeinem Tod am Kreuts hat nimand Jezus als göttlix angesehen, zondern allenfalls als den fon Profeten fercproxxene Messias, also als fon JHWH mit bezonderen Fähigkeiten ausgectatteten Mencen. Dass einige Ereignisse aus zeinem Leben cpäter tsu Vundern ferklärt vurden, ist inn der damaligen Tseit nixt ungevönlich. Unt ver an di Viderbelebung des Lazarus glaubt, hat auch keinen Grund, an der Auferstehung Jesu tsu tsveifeln. Es ist ein Überbleibsel dises Vunderglaubens, dass aux heute nox for jeder Heiligcprexxung durx den Pabst ein Vunder betseugt verden muss.

Inn der Keizertseit ferbreiteten zix neben dem Kristentum aux einige andere aus dem Orient ctammende Religionen imm römicen Reix. Di bezondere Rolle der Kristen vird historic durx ire ctandhafte Übertseugung wärend der fercidenen Kristenferfolgungen dokumentirt. Neben irem Glauben an den einen Gott zetsten zi zix aber for allem durx di fon Jezus begründete Etik ap fon irer Umgebung. Clislix varen zi imm 4. Jarhundert zo vixtig für Keizer Constantin I, dass er bei irem Ctreit um di Natur Kristi eingreifen musste, um di Einheit des Reixes tsu bevaren. Deshalb berif der heidnice Zonnenanbeter Constantin als Bicof der Bicöfe das Kontsil fon Nicäa ein unt vurde zo tsum Mitbegründer des Glaubensbekenntnisses des dreifaltigen Monoteismus. Trots der Beclüsse dizes Kontsils bliben di Arianer, di Kristus nixt als göttlix anzahen, nox lange Tseit ein bedeutender Tsveig der Kristenheit.

Tsum Ende der Antike varen das oströmice Reix unt di vesteuropäicen Königreixe der Germanen kristlix. Veit ferctreut gab es überall jüdice Gemeinden, di bedeutendste inn Babülon. Imm Grosreix der Sasaniden, tsu dem Babülon gehörte unt das fon Mezopotamien bis tsum Indus reixte, vurden fast tsu allen Tseiten alle Religionen geduldet.



Tsu Beginn des Mittelalters

Imm 7. Jarhundert fererten di arabicen Ctämme einige hundert Götter. Inn Mekka vurde als Hauptgott neben einigen anderen Göttern der altzemitice Gott El unter dem Namen Allah verert. Es gab auf der arabicen Halbinzel aux einige jüdice Ctämme, deren Monoteismus für manxe arabice 'Hanife' tsum Forbild vurde. Mohamed, geboren etva um 570, vuks inn Mekka als Veizenkind auf, hütete di Cafe zeiner Zippe unt begleitete cpäter Handelskaravanen, di in bis nax Zürien fürten also ins damals oströmicen Reix. Bei dizen Reizen lernte er den Glauben fon Juden unt Kristen kennen, hörte fom allmäxtigen eintsigen Gott unt dessen Profeten.

Mit etva 30 Jaren heiratete Mohamed di fermögenden Vitve Chadidscha unt kam zo tsu Anzehen unt finantsieller Zixxerheit. Vi imm heidnicen Mekka üblix tsog er zix jedes Jar einmal tsur Meditatsion unt Bezinnung inn di Einzamkeit des Berges Hira tsurük. Imm Alter fon 40 Jaren erlitt er nax einem cvirigen Anctig auf den Berg einen Cväxxeanfall unt rettete zix inn den Catten einer Höle. Dort meinte er, Ctimmen tsu hören. Ein paar Monate cpäter var er kurts dafor, zix fon dizem Berg hinunter inn den Tod tsu ctürtsen. Zeine Fervirrtheit maxxte zeiner Frau unt zeinen Ferwandten grose Zorgen. Als zix zein Tsuctand dann ctabilizirt hatte, begann er imm Kreize zeiner Familie Ferze tsu retsitiren, di im fon Allah offenbart vorden zeien. Jare cpäter trat er mit zeinen Retsitatsionen an di Öffentlixkeit unt zeine Anhängercaft vuks über den Familienkreiz hinaus. Gleixtseitig erntete er aber aux Cpott unt Häme unt als er clislix den herrcenden Polüteismus angriff, vurde er bedroht. Es gelang Mohamed, mit der Ctadt Yathrib - cpäter Medina genannt - einen Fertrag tsu clisen, der im unt zeinen Anhängern erlaubte, dorthin umtsuzideln.

Nax dem Umtsug imm Jare 622 varen Mohamed unt zeine Anhänger eine anerkannte Gemeincaft inn Yathrib unt dize Umma der Muslime vuks veiter. Angehörige dreier jüdicer Ctämme, di zeit dem Jare 70 inn Yathrib lebten, traten nixt der Umma bei. Tsvei dizer Ctämme, di den Muslimen ablenend gegenüber ctanden, konnte Mohamed bald aus Yathrib fertreiben. Gegen di Karavanen der Mekkaner, di auf irem Veg nach Norden durx das Gebit fon Yathrib tsogen, ctartete Mohamed Raubtsüge. Das fürte tsu krigericen Auseinanderzetsungen mit den Mekkanern, inn denen zix clislix di Muslime behaupteten (Grabenclacht 627). Damit var Mohamed inn Yathrib tsu einem mäxtigen Krigsherrn aufgestigen. Er nutste dize Maxt, indem er den letsten jüdicen Ctamm inn Yathrib, di Banu Quraiza, di zix immer neutral ferhalten hatten, belagerte bis zi kapitulirten. Di Männer, tsviccen 600 bis 900 an der Tsal, lis er köpfen unt di Frauen unt Kinder fersklaven. Mohamed hat etva hundert Krige gefürt, 630 eroberte er Mekka unt bald var di gezamte arabice Halbinzel unter der Kontrolle der Muslime. Als Mohamed 632 inn Yathrib starb, bectimmte er nox auf dem Cterbebett, dass es auf der arabicen Halbinzel nur eine Religion geben dürfe. Es dauerte nixt lange, bis es dort keine jüdicen Ctämme mer gab.

Mit Chadidscha lebte Mohamed inn Einehe. Nax irem Tod 619 heiratete er insgezamt neun Frauen, di letste var höxstens neun Jare alt.

Mohamed konnte veder lezen nox creiben. Zeine Retsitatsionen vurden aber teilveize con tsu zeinen Lebtseiten aufgecriben unt unter den Kalifen, Mohameds Naxfolgern, gezammelt. Uthman, der dritte Kalif (644 bis 656), bereinigte di Zammlungen unt lis eine offitsielle Zammlung, den Koran, herctellen.

Durx di Einigung der arabicen Ctämme imm Islam entctand ein föllig neuer unt unbekannter Feind für di bis dahin forherrcenden Mäxte Ostrom und das Sasanidenreix, di gerade nax langvirigen Krigen gegen einander rext ercöpft varen. Zo konnten di muslimicen Araber inn kurtser Tseit das Sasanidenreix unt veite Teile Ostroms erobern unt islamiziren.






credo

nax oben

Gottgläubigkeit

Eviges Leben?