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l'universo è infinito e gli mondi sono innumerabili (Giordano Bruno)






Der ehrliche Glaube



Ich glaube
an das eine Weltall in seiner großartigen Schönheit,
an die weiten leeren Räume und die allesverschlingenden Löcher,
an Galaksien, Sonnen und Planeten
und an zahllose Welten mit prachtvollem Leben.

Ich glaube, dass es nichts gibt außer diesem Weltall,
nichts außerhalb, nichts unterhalb und nichts oberhalb,
und nichts in irgend einer Zeit
vorher oder nachher.


Und ich glaube an den menschlichen Verstand und die Mathematik.



Naturvölker beschreiben die Entstehung der Welt in Mythen. Die Erschaffung von Himmel und Erde durch einen allmächtigen Gott ist ein Mythos aus dem Beduinen-Patriarchat des vorderen Orient, aufgeschrieben als dort die Schrift erfunden vurde. Angereichert mit metaphyischen Erfindungen von Propheten und Schriftgelehrten wurde dieser Mythtos zur Grundlage dreier Weltreligionen.

Während ein Mythos nur ein Versuch zu Erklärung der Welt ist, fordern Christen und Mohammedaner, an ihr Bild von Gott und der Welt zu glauben und drohen jedem Ungläubigen mindestens mit dem Höllenfeuer, aber auch mit schlimmsten irdischen Strafen. Als Giordano Bruno die Sonne als einen Stern unter vielen anderen, die Anzahl der Welten als unzählig und das Weltall als unendlich beschrieb, verbrannte die katholische Kirche ihn auf dem Scheiterhaufen, weil er damit die Grundlagen des Glaubens ins Wanken brachte. Durch Bruno wurde Gott aus seiner himmlischen Residenz in die Irrealität vertrieben und ist zu einem philosophischen Konstrukt verblasst.

Die europäische Kultur gründet auf dem Christentum - und auf der Auseinandersetzung mit dieser Religion. Die Aufklärung begann mit Religionskritik und stirbt, wenn eine Religion nicht mehr kritisiert werden darf. Dagegen hilft nur der ehrliche Glaube, der sich beschränkt auf alles, was real existiert.



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